Der Leitsatz für die Arbeit in wuestenstrom ist, dass wir „den Leib Jesu ermutigen und zurüsten wollen, Menschen mit Problemen im Bereich ihrer Identität, Beziehungen und Sexualität zu begleiten, und ihnen einen Ort der Veränderung zu bereiten.“ Mit dieser Zielsetzung haben sich unter dem Dach von wuestenstrom verschiedene Schulungs- und Zurüstungsmöglichkeiten für Seelsorger herausgebildet.
Die erste Form ist die Förderung und die Ausbreitung des von Markus Hoffmann entwickelten 30-Wochen-Programms „Aufbruch Leben“. Es basiert auf dem von Andrew Comiskey entwickelten Programm "Living Waters", ist aber in seinen theologischen und psychologischen Grundlagen ganz neu konzipiert worden. Während im Jahr 2004 die Schulung nach diesem neuen Konzept nur Living Waters Mitarbeitern offen stand, bieten wir im Jahr 2006 nun das zweite offizielle Training dafür an.
Für Personen aus dem Bereich Gemeindeseelsorge oder für Mitarbeiter in den Aufbruch Leben - Gruppen bieten wir Schulungen zum Themenbereich Identität und Sexualität an. In den vergangenen Jahren waren diese Schulungen nur für Living Waters Mitarbeiter offen. Aufgrund großer Nachfrage haben wir unser Schulungskonzept aber verändert, um eine breitere Teilnahme zu ermöglichen. Die Einteilung in Regionen (z.B. Ost und Süd) betrifft die Mitarbeiter der Gruppen. Die entsprechenden Termine für die Regionen Nord und West werden aktuell bekannt gegeben.
Während diese beiden ersten Formen der Schulung eher an Menschen ohne Vorqualifikation gerichtet sind, ist die dritte Form an Personen adressiert, die Erfahrungen im Bereich von Langzeitbegleitung haben, oder über eine Ausbildung im beratenden oder therapeutischen Bereich verfügen. Diese professionellere Form der Begleitung soll die Arbeit in den Selbsthilfegruppen nach dem Aufbruch Leben - Konzept oder die Gemeindeseelsorge ergänzen. In dieser Schulung „Identität und Sexualität“, wollen wir Menschen über eineinhalb Jahre unseren Ansatz von Veränderung vermitteln, den wir in den letzten Jahren selbst entwickelt haben.
Abschließend wollen wir betonen, dass in wuestenstrom die seelsorgerliche Arbeit immer höher bewertet wird als die therapeutische. In der Seelsorge geht es darum, dass der Mensch in eine Erlebens- und Segensbeziehung zu Gott kommt. Dort ist der „letzte“ und beste Zuspruch für unser Frau- und Mannsein. Dort, in der Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus, findet sich der Mensch als „neue Kreatur“ und heiler Mensch. Alle therapeutischen Bemühungen verstehen wir als Hilfsmittel, damit Menschen, die tief verletzt wurden, aus einem traumatischen Labyrinth herausfinden und den Segen Gottes in ihrem Leben, in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und in ihrer Gottesbeziehung erleben können.